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Category ArchiveFahrordnung

Ein paar Tipp´s zum fahren in Tschechien

Hier ein paar Tipp´s für das fahren in Tschechien. Das mit dem Licht ist nicht neu.

Das Fußgänger Vorrang an Fußgängerüberwegen haben kennen die, die schon mal in Polen waren. Dies nutzen die Fußgänger ausgiebig, darum immer die Finger an der Bremse.

 

  • Abblendlicht ist Pflicht! Es gilt: immer mit Abblendlicht fahren. Alternativ darf man mit Tagfahrleuchten fahren.
  • Vorsicht! An allen Fußgängerüberwegen haben die Fußgänger stets Vorrang!
  • Der Fahrer muss nun auch beim Überholen eines Radfahrers die Fahrtrichtungsanzeiger benutzen.
  • Motorrad und Mofafahrer müssen einen Helm tragen.
  • null Promille im Straßenverkehr, Zuwiderhandlungen sind nun eine Straftat.

 

Wichtige Änderungen in der EU 2016

Deutschland

  • Zweiräder, die ab dem 1. Januar eine Typgenehmigung erhalten, müssen die Abgasvorschriften der Norm Euro 4 erfüllen. Ab dem 01.01.2017 gilt diese Norm auch für ältere Zweiräder, wenn Sie zu diesem Termin erstmalig zugelassen werden.
  • Ab 01. Januar 2016 müssen alle neuen Motorräder entweder mit einem ABS oder einem Kombi-Bremssystem ausgerüstet sein. Betroffen von dieser Neuregelung sind Motorräder mit einem Hubraum über 50 Kubikzentimetern oder einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h. Diese Vorschrift gilt ab 01. Januar 2017 auch für Motorräder, die zu diesem Termin erstmalig zugelassen werden.

Schweiz

  • Mindesttempo auf Autobahnüberholspur
    Auf einer Autobahn mit drei Spuren pro Richtung soll die Spur ganz links künftig nur noch von Fahrzeugen benutzt werden, die mit mehr als 100 km/h fahren dürfen; bisher galt dafür Mindesttempo über 80km/h.

Frankreich

  • Ab 01.01.2016 gilt auch für Motorradfahrer eine Mitführpflicht bezüglich Warnweste und Warndreieck.

Knoellchen

Ferner wird es nun fast unmöglich Knöllchen aus dem Ausland zu ignorieren, denn nun gilt fast in der ganzen EU das RbGeld Geldsanktionenvollstreckung Gesetz.


Quelle “ ADAC Deutschland“

Eine Motorrad-Tour und ihre haftungsrechtlichen Folgen (22 U 39/14)

Eine Motorrad-Tour im Pulk und ihre haftungsrechtlichen Folgen

16.9.2015 – Fahren Motorradfahrer ohne Einhaltung des üblichen Sicherheitsabstandes als Gruppe einvernehmlich auf einer Landstraße, so ist im Fall eines Unfalls von einem stillschweigenden Haftungsausschluss auszugehen. Das hat der 22. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt mit Urteil vom 18. August 2015 entschieden (22 U 39/14).

Der Kläger hatte sich zusammen mit drei Freunden zu einem Motorradausflug verabredet. Man fuhr als Gruppe in wechselnder Reihenfolge auf einer Landstraße, ohne dabei den erforderlichen Sicherheitsabstand einzuhalten.

Ungeklärte Situation

Als der Erste der Gruppe in einer Kurve mit einem entgegenkommenden Auto kollidierte, kam auch der hinter ihm fahrende Kläger zu Fall. Der unmittelbar hinter ihm befindliche Beklagte konnte ebenfalls keinen Sturz verhindern und rutschte in das Kraftrad des Klägers. Nur dem Letzten der Gruppe gelang es um Haaresbreite, zwischen den rutschenden und liegenden Motorrädern hindurchzufahren, ohne selbst zu Schaden zu kommen.

Der Kläger wurde bei dem Unfall erheblich verletzt. Sein Motorrad erlitt einen Totalschaden. Dafür machte er in erster Linie den hinter ihm fahrenden Beklagten verantwortlich. Denn dieser sei wegen eines zu geringen Sicherheitsabstands auf das Heck seines Motorrads aufgeprallt.

Das in erster Instanz mit dem Fall befasste Landgericht Darmstadt kam nach Befragung eines Sachverständigen zu dem Ergebnis, dass nicht mit ausreichender Sicherheit festzustellen sei, dass der Beklagte tatsächlich gegen das Motorrad des Klägers gestoßen sei und diesen zu Fall gebracht habe.

Es könne nämlich ebenso gut sein, dass die Beschädigungen an dem Bike durch eine Kollision während einer Rutschphase mit den Fahrbahnbegrenzungen verursacht wurden. Das Gericht wies daher die Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderungen des Klägers als unbegründet zurück.

Stillschweigender Haftungsverzicht

Damit wollte sich der Kläger jedoch nicht abfinden. Er legte daher Berufung beim Frankfurter Oberlandesgericht ein. Dort erlitt er ebenfalls eine Niederlage.

Nach Ansicht der Frankfurter Richter ist es unerheblich, ob der Beklagte tatsächlich in das Heck des klägerischen Motorrads gefahren ist. Denn aufgrund der Gesamtsituation sei von einem stillschweigend vereinbarten Haftungsverzicht auszugehen, der sowohl eine Gefährdungshaftung, als auch eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausschließe.

Das Gericht zeigte sich nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme davon überzeugt, dass die Beteiligten des Motorradausflugs den erforderlichen Sicherheitsabstand einvernehmlich nicht eingehalten hatten.

Denn bei einer Geschwindigkeit von zum Unfallzeitpunkt 60 km/h hätte der Anhalteweg bei bester Bremssituation 29 Meter betragen. Der Abstand der Motorräder untereinander betrug nach der Aussage eines Zeugen jedoch allenfalls fünf Meter.

Bewusste gemeinsame Regelverletzung

Das betraf nach den Feststellungen des Sachverständigen auch den Kläger, der nach Aussage des Gutachters unmöglich dazu in der Lage gewesen sein kann, sein Motorrad rechtzeitig vollständig hinter seinem vor ihm mit dem Auto kollidierenden Freund abzubremsen.

„Für den Senat stellt sich damit das durchaus im Straßenverkehr vertraute Bild dar, dass Motorradfahrer in einer Gruppe fahren, bei der alle den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht einhalten und die Reihenfolge je nach Verkehrssituation und anderen Umständen wechseln kann“, so das Gericht.

Angesichts dieser Umstände gingen die Richter davon aus, dass alle an der Gruppe beteiligten Motorradfahrer einvernehmlich und bewusst ein besonderes Risiko eingegangen sind, um das entsprechende Fahrgefühl zu erreichen mit dem Ergebnis, dass jeden der Gruppe das gleiche Schicksal hätte ereilen können wie den Kläger.

Es ist folglich von einer stillschweigende Vereinbarung der Beteiligten hinsichtlich einer gemeinsamen Regelverletzung, nämlich die Nichteinhaltung des in der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes, auszugehen. Daher sind gegenseitige Haftungsansprüche auszuschließen mit der Folge, dass der Kläger leer ausgeht. Das Gericht sah keine Veranlassung, eine Revision zum Bundesgerichtshof zuzulassen.

Wolfgang A. Leidigkeit

Dieser Bericht stammt vom oben genannten Autor.

Dies bestätigt wiederum unseren Haftungsausschluss, den wir von jedem Teilnehmer einfordern. Hierbei geht es schlicht darum, das sich Jeder bewusst ist, das im Falle eines Falles, jeder für seinen eigenen Schaden aufkommt.

Wir hatten in all den vergangenen Jahren Glück und es ist nie etwas passiert. Dies möge auch so bleiben, jedoch muss es klare Regeln geben.

Parken einer Motorradgruppe

Ich will auf keinen Fall die Marschall-Methode in Frage stellen, aber bitte lest euch mal diese Parkordnung durch. Ich finde es stellt eine sinnvolle Ergänzung dar. Bei den TAE-Touren gibt es auch hin und wieder ein „Parkproblem“ – vielleicht sollten wir im Vorfeld das Parken klären, dann klappt’s auch mit der Abfahrt. 

Parken_MotorradgruppeDas Parken von Motorrädern in geordneter Weise, erleichtert und verkürzt die Zeit bei der späteren Abfahrt. Wenn Platz ist und das Gruppenende, gegenüber dem nachfolgenden Verkehr durch den Schlussmann gesichert ist, soll wie in der erklärenden Grafik geparkt werden. Jedes Motorrad fährt ein kleines Stück an seinem Parkplatz vorbei und wird dann rückwärts in Parkposition gebracht. Platz sparen, durch enges Aneinanderreihen der Fahrzeuge ist empfehlenswert, doch muss berücksichtigt werden, dass Motorräder,auf dem Seitenständer “umgelegt”, etwas “breiter” werden. Bei der Vorbereitung zum vida-Bikertreffen bemühen wir uns, dass alle Fahrzeuge, ohne erforderliches Reversieren, in Fahrtrichtung abgestellt werden können. Dies ermöglicht auch das rasche und sichere Abfahren…  Bevor Ihr Euren Motor abstellt und vom Bike absteigt, vergewissert Euch bitte, dass eure Gruppe nicht noch im Begriff ist “aufzurücken”. Späteres Aufrücken und “Nachschlichten” ist mühsam. Wenn Ihr Euer Fahrzeug zu früh verlasst, können größere Abstandslöcher zu den anderen Bikes entstehen. Dies vergrößert den Platzbedarf. Später ankommende Bikes müssten dann “vorgezogen” werden und bringen die Gruppenformation durcheinander.
Gesehen, gemaust & Dankeschön bei den vida-Bikern Österreich.

Wir fahren nach der „Marschall – Methode“

Bitte unbedingt vor Fahrtantritt lesen!!

Um einen reibungslosen Ablauf mit vielen Rollern bei den Ausfahrten zu garantieren, sollte man sich entschließen, die Marschall- Methode“ anderweitig auch als „Holländische Methode“ genannt zu wählen.

Der erste Fahrer (Tourguide) zeigt bei einer Abbiegung oder Kreuzung dem nachfolgenden zweiten Fahrer (das ist ein Teilnehmer) durch Handzeichen an, dass er sich an der ihm gezeigten Stelle zu positionieren hat. Alle anderen bleiben an Ihrer Position, also fahren in der Reiehnfolge so weiter!

Die nachfolgenden Fahrzeuge werden nun von ihm in die richtige Fahrtrichtung gewiesen.

Der richtungsweisende Fahrer hat an dieser Stelle (Kreuzung oder Abbiegung) unter allen Umständen solange die nachfolgenden Fahrer einzuweisen, bis der letzte Fahrer (wird immer zu erkennen sein) erscheint und reiht sich dann vor diesem wieder in die Gruppe ein.

Achtung!

Es ist extrem wichtig für das Gelingen der Fahrt, dass der richtungsweisende Fahrer seine Position nicht vor Auftauchen des letzten Fahrers verlässt.

Weitere, bei Ausfahrten zu beachtende Regeln und Hinweise:

Unsere Ausfahrten sind meist nicht angemeldet und somit keine Kolonnenfahrten.

Wir sind also allgemeine Verkehrsteilnehmer und haben deshalb keine Vorrechte gegenüber anderen.

Es ist wichtig, kein Verkehrshindernis darzustellen oder verkehrsgefährdende Situationen zu bilden.

Jeder fährt auf eigenes Risiko!