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Category ArchiveSehenswertes

Noch einmal mit der Mühlenfähre übers Meer

Keiner kann heute sagen, wann das Idyll an der Linkenmühle/Altenroth zerstört. Baut man die Brücke wieder auf werden sehr viele Autos, Busse und LKWs runter ins Tal und wieder raus donnern. Die Brücke wird wohl nicht das einzige Bauwerk bleiben! Für das hohe Verkehrsaufkommen werden sicherlich Straßen verbreitert, Kurven begradigt und die Natur verletzt, wenn nicht zerstört.

Blick auf’s Thüringer Meer, Straße nach Altenroth

Ja, vielleicht kann man es dieses Jahr zum letzten Mal machen. Darum biete ich euch am Dienstag eine Tour ans Thüringer Meer an. Wir werden über die traditionelle Rennstrecke „Schleizer Dreieck“ fahren am Luginsland eine Verschnaufpause einlegen, ehe wir nach der Talsperre Burgkhammer & Schloss Burgk fahren. Am Parkplatz erwartet uns der Saaleturm mit einem Rundblick über das Thüringische Vogtland.

Weiter nach Der Linkenmühle, über Ziegenrück fahren wir an den Anleger der Mühlenfähre. Je nach Verfassung wird der Stopp mit Eis, Kaffee usw erweitert oder wir warten auf die Fähre.

Mal ein Winterbild aus 2018, die Fähre liegt bei Niedrigwasser jenseits auf dem Ufer…

Nach dem Übersetzen fahren wir nach Bad Lobenstein ins ehemalige Grenzgebiet. Es gibt hier. wie die Amerikaner es gern nannten, „Klein-Berlin“, den Ort Mödlareuth. Ein Stück deutsch-deutsche Geschichte, ich finde den Freiluftbereich hochinteressant, hier kann man live die Grenzgestaltung noch einmal nachvollziehen.

Von hier aus werden wir je nach Tank- und Wettersituation über kurz oder lang ins Tschechische zum Tanken und zurück zum Hotel fahren.

Schloss Augustusburg

MZ 150

Da die Nachfrage auch schon unter Möglichen Zielen aufgekommen ist, schauen wir uns Schloss Augustusburg am Mittwoch mit seinen Ausstellungen an! Dies wird eine Kulturtour das Hauptziel ist die Krone des Erzgebirges. Stell sich mir nur noch die Frage, wollen wir unsere Maschinen auf dem Burghof, gegen ein Aufgeld parken – schaut mal bitte in den Link!?!

! Die Tour habe ich nicht gefahren, daher habe ich auch keine Bilder. Sie ist demzufolge theoretisiert, aber mit Pausen so eingerichtet, daß wir nicht länger als eine Stunde auf dem Bock sitzen werden. Tanken, im Tschechischen.

Samstagstour

Heute werden wir mal ins Weltall, in die Ferne schauen & Berge erklimmen… Wir wedeln uns gemütlich ins Tal hinunter und schauen bei unserem Fliegerkosmonauten Siegmund Jähn vorbei. Ob wir reinschauen, liegt an euch, Obulus: 7,00 €uronen.

All Bert auf der Weltkugel

Jetzt werden wir, im Wald, vor der Hitze geschützt, auf vielen Kurven zum Bikertreffpunkt Eibenstock fahren. Neben der tollen Sicht auf die Talsperre sollten wir auch einige schöne Motorräder aus vergangen Tagen sehen. Sie ist täglich da…

JAWA 350 cc mit Beiwagen und Nachläufer

So nach einer halben Stunde wollten wir eigentlich zum Blauenthaler Wasserfall , da dieser aber kein Wasser führt, sparen wir uns den Weg… und fahren wir über Sosa, um Schwarzenberg herum zu den Orgelpfeifen nach Scheibenberg.

Orgelpfeifen am Scheibenberg

Auf dem Scheibenberg gibt es eine Berggaststätte, Kiosk und ein Aussichtsturm. Hier machen wir ein Päuschen. Wer möchte kann im Gasthaus etwas futtern & trinken Am Kiosk ein Tiket für die Turmbesteigung erwerben…

Aussichtsturm Scheibenberg, von hier aus können wir vergangene und künftige Ziele sehen…

Überfahren wir mal die Deutsch-Tschechische-Grenze, da in Bärenstein eine Vollsperrung ist. Am 11. September 1944 gab es im Rahmen der alliierten Luftangriffe auf deutsche Benzinherstellungsfabriken eine Luftschlacht über dem Erzgebirge. 1997 eröffnete in Kovářská 97 im Andenken aller in Tschechien und Deutschland gefallenen Piloten ein Museum – wir könnten dort stoppen – müssen aber nicht!

Das Fichtelberghaus

Auf den Fichtelberg, können wir uns wieder etwas laben und/oder erleichtern. Natürlich gibt es hier auch eine tolle Fernsicht. Leider war der Himmel am Horizont so milchig, dass ein Photo nicht so toll rüberkommt.

Seilbahn und Sessellift auf den Fichtelberg

Von hier aus werden wir wieder ins Tschechische hinein fahren…, auf mehr oder weniger guten Straßen kommen wir nach Kraslice. Richtig tanken, vielleicht noch ein Andenken an das TAE in Form von Kaffee, Kippchen, Schocki usw einkaufen, jetzt sind es noch 10 Kilometer bis zum Hotel…

Rückblick auf Buchfart

Schluss, Ende, aus und vorbei…

… ja, für 2019! 10 Jahre, 11 Veranstaltungen, ein enormes Pensum an Arbeit liegt wieder hinter uns. Schön war es, das Wetter hat uns mit Sonnenschein verwöhnt. Entdeckungen, Besichtigungen und viele Kurven und Kilometer liegen hinter uns…

Blick in den Park

Ich möchte hier noch einmal Danke sagen

  • allen Teilnehmern für ihre tolle Fahrweise und das korrekte Umsetzen der Marschall-Methode,
  • dem Team des Waldhotels Friedrichroda um Frau Bloch herum, es war eine tolle Woche, tolles Wochenende und hat uns allen gefallen,
  • Andreas,der nun fehlen wird, für seine geleistete Arbeit,
  • Dagi, für ihre Geduld und Verständnis….
Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald

Am Dienstag sind wir, eine kleine Gruppe nach Weimar aufgebrochen. So wie Andreas schon im Vorfeld geschrieben hat, haben wir die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald oberhalb von Weimar aufgesucht. Für mich, der als Jugendlicher, hier schon gewesen war, immer noch eine unheimliche Begegnung…

Theaterplatz mit Goethe-Schiller-Denkmal und dem Deutschen Nationalteater und Staatskapelle Weimar

Hier in diesem Haus wurde am am 31. Juli 1919 die erste demokratische Verfassung beschlossen. Am 11. August 1919 unterzeichnete Reichspräsident Friedrich Ebert die „Weimarer Verfassung“ in Schwarzburg und am 14. August 1919 trat sie mit ihrer Verkündung in Kraft.

Dem kulturellen Teil wurde nun genug gefrönt, wir gönnen uns ein Eis in der nahe gelegenen Eisdiele, begeben uns wieder auf kulturellen Wegen durch die Stadt um vom Markt zurück zu unseren am Rollplatz geparkten Maschinen zu (fuß-)wandeln.

Buchfart mit überdachter Holzbrücke und Wasser in der Ilm

Von Weimar aus sind wir dann über Buchfart, München, durch Jonastal wieder zurück gefahren…

Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende, bei einem Feierabendbierchen und „Manöverkritik“ bereiten wir uns nnu auf die Nacht und den nächsten Tag vor…

Kurze Runde

Variante 1

Heute kommen ja die restlichen Teilnehmer des TAE 2019. Allen eine Unfall- und Stau- Baustellen freie Anfahrt. Wir werden uns die Wartezeit ein wenig verkürzen und ein bisschen durch die Gegend kullern. Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann… (Robert Bosch, aus seinen Lebenserinnerungen)

https://www.marienglashoehle-friedrichroda.de/

… und getreu dem Motto werden wir dort hinfahren und den Bergbau-Muffel ins Loch stoßen… Nachdem wir wieder aufgetaucht sind, gönnen wir uns einen Bergmannsschnaps – schön wäre es ja, aber „besoffen“ rum kugeln, das geht nicht! Ein Päuschen sollte trotzdem drin sein oder wir „erklimmen“ den Insel(s)berg. Mit Bratworscht und ’ner Fassbrause genießen wir (hoffentlich) den Fernblick.

Infozentrum und Aussichtsturm

Je nach dem wie uns die Zeit drückt fahren wir nun über Brotterrode, Trusetal, Floh-Seeligenthal und Tambach-Dietharz und Georgenthal zurück zum Hotel, ca. 64 Kilometer.

Oder wir hängen noch ein paar Kilometer dran und nehmen die Schanzen im Kanzlersgrund, auf eine 2. Bratworscht den Grenzadler in Oberhof mit. Zurück zum Hotel können wir noch am Tobiashammer reinschauen, um dann zügig zum Hotel zurück zu fahren.

Schanzen im Kanzlersgrund

Deutschland, deine Mittelpunkte…

Die 1225 erbaute steinerne Werrabrücke mit der 1499 errichteten Liborius-Kapelle 

…doch erstmal müssen wir ein Stück fahren um die „Mittelpunkte“ sehen zu können… Rollen wir uns in Richtung Westen ein. Zu unser aller Freude werden Straßenbaumaßnahmen uns dazu bringen, daß wir über Ruhla nach Eisenach fahren „dürfen“. Ein Stück alte Autobahn, heute Bundesstraße wird verhindern, daß wir durch Eisenach müssen. Einen Stop legen wir in Creuzburg an der alten Werrabrücke ein, leider nur zum Photostop. Darüber führt heute nur noch der Radweg, wo 1990 noch der ganze Verkehr gefahren ist.

Burg Creuzburg

Durch die historische Altstadt hindurch fahren wir die Auffahrt zur Burg hinauf. Hier werden wir etwas länger verschnaufen, vielleicht etwas „erleichtern“ und ein frisch Gezapftes (Quellwasser) aus Friedrichroda genießen. Leider war bei meinem gestrigen Aufenthalt zwar das Tor geöffnet, man muss außer Park- keinen weiteren Einlassgebühren bezahlen, sonst leider nicht viel. Wir werden sicherlich recht bald uns wieder auf die Achsen machen. Unser nächstes Ziel liegt in Hessen, entlang der Werra werden wir das beschauliche Fachwerkörtchen Wanfried erreichen. Andreas meint, wenn wir einmal dort sind, sollten wir an der Schlagd eine Pause einlegen – Kulttour! Nach dem Staunen und Schauen erreichen wir den Ort Flinsberg.

ehemaliger Mittelpunkt Deutschlands

Hier gibt es ein Novum, nicht ein MIttelpunkt Deutschalnds gibt es hier, sondern auch einen zweiten! Liegt wohl an der Klimaerwärmung – Ein Körper, der sich erwärmt dehnt sich bekanntlich aus – dies muss wohl zur Folge habe, daß „Großdeutschland“ nun einen weitern Mittelpunkt haben muss…

… der neue, also zweite Mittelpunkt von Deutschland

Ein Schotterweg und Fußmarsch trennen uns oberhalb des Ortes von dem „ausichtsvolleren“ Mittelpunkt – ob dies auch ein Grund ist? Wenn das Wetter mitspielt, sieht man von hier natürlich einiges mehr. Es soll ja noch mindestens einen weiteren Mittelpunkt geben – schaun wir mal… Auf halben Weg dahin ist eine Eisdiele an mir vorbei geflogen. Wir sollten hier ein Päuschen einlegen, da ja an den Mittelpunkten nur schnöde Informationen zu bekommen sind. So gestärkt und eventuell auch erleichtert erreichen wir Niederdorla, das

Opfermmoor Vogtei https://de.wikipedia.org/wiki/Opfermoor_Niederdorla

Gleich hinter den Tafeln liegt, man glaubt es kaum

… der Mittelpunkt Deutschlands, Teil 3

… genug der Mittel- oder sollte ich schreiben „Höhe“-Punkte von Deutschland. Lasst uns wieder nach Hause rollern, na ja auf dem Heimweg fahren wir an Bad Langensalza und dem Boxberg bei Gotha vorbei…, nix genaues weiß man nicht. Freuen wir uns auf das Feierabendbierchen und den Abend…

So oder so ähnlich werden wir fahren

Montag, 14. August 2017

Am Montag, den 14.08.2017, beginnt das TAE für einige von uns. Wir sind auf dem Weg ins terra incognita, unbekanntes Land oder auch liebevoll Tal der Ahnungslosen unterwegs…, unser erstes Ziel an diesem Tage war die Augustusburg und damit wir „Land gewinnen“ fahren wir bis Chemnitz auf der Autobahn.  Man kann noch so schön planen, aber wenn die einheimischen Ortsgrößen ihre Bauprojekte durchdrücken muß man halt die Strecke verlassen…

Augustusburg

…na ja irgendwie schaffen wir es und fahren durch Tschechien. MeinerEiner & auch die Rollermietze sind der Meinung, daß die Straße da mal besser waren, so ohne Löcher und so… egal, es wir gefahren. Auf der Strecke ins tschechische „nagelt“ der Burgman etwas – liegt’s am Schiebebetrieb, am anderen Benzin, unter Last wird es weniger und d’rauf gesch….n, ihr wisst schon. Die Kurven oberhalb von Teplitz-Schönau sind toll und weiter geht es nach Tetschen-Bodenbach und zum Hotel. Solange man auf E- und „3-Zahl“-Straßen bleibt, ist man einigermaßen sicher, daß man keine Löcher in der Straße findet, wo ein T-34 oder ein ganzer Flugzeugträger drin verschwindet….

Dank Navi, einer Roadmap und vielleicht auch ein wenig Glück kommen wir in Varnsdorf im Hotel an. Der Wolfgang und Margrit stoßen auch, wie erfreulich, noch zu uns, so daß das 9. TAE schon am Montag beginnt.   …auf dem Weg nach Warnsdorf

Am Abend schonen wir die Reifen und strapazieren ein wenig unsere Gehwarzen und gehen essen in einem Grillrestaurant, in der Nähe, zu Abend…, das Bier schmeckt!   

 

Die Barbarine

Die Barbarine ist der bekannteste freistehende Felsen im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges. Die 42,7 m hohe Felsnadel gilt als ein Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Sie ist am 19. September 1905 erstmals durch Bergsteiger bestiegen worden und wurde am 13. Dezember 1978 zum Naturdenkmal erklärt, nachdem der Felsen zwei Jahre vorher für den Klettersport gesperrt worden war.

© Bytfisch Ansicht der Barbarine von Osten

© Bytfisch
Ansicht der Barbarine von Osten

Der Sage nach ist die Barbarine eine versteinerte Jungfrau, das immerwährende Mahnmal eines Strafgerichts, nach welchem es geschehen sein soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sei währender Kirche auf den Pfaffstein in die Heidelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne.

© Norbert Kaiser Pfaffenstein-Barbarine

© Norbert Kaiser
Pfaffenstein-Barbarine

Der Name Barbarine wurde vom Vornamen des Mädchens abgeleitet. In einer Variante dieser Sage handelt es sich bei der Mutter um eine böse Hexe und das Mädchen trifft am Pfaffenstein ihren Geliebten, einen Jäger.

 

Text © Wikipedia

Die Polenz

Die Polenz entspringt an der deutsch-tschechischen Landesgrenze zwischen den Dörfern Langburkersdorf und Nová Víska (Neudörfel bei Nieder Einsiedel) aus neun Quellen, die sich südwestlich des 461 m hohen Roubený (Raupenberg) größtenteils auf deutschem Gebiet befinden und sich in 363 m vereinigen. Der Oberlauf der Polenz bildet die natürliche Grenze zwischen dem Hohwald und der Sächsischen Schweiz.

Panorama von Porschdorf © Queryzo

Panorama von Porschdorf
© Queryzo

An  ihrem Lauf nach Westen liegen das langgezogene Waldhufendorf Langburkersdorf, die Stadt Neustadt in Sachsen und das Dorf Polenz.

Unterhalb des Hohen Birkigts bildet die Polenz in südwestlicher Richtung ein enges, tiefes Tal mit zahlreichen Flussschleifen. Das obere Polenztal ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Polenztal. Bei der Bockmühle nahe Cunnersdorf liegen die Märzenbecherwiesen im Polenztal, eines der größten natürlichen Vorkommen wildwachsender Märzenbecher innerhalb Deutschlands und im Frühjahr ein viel besuchtes Ausflugsziel.

Nahe der Stadt Hohnstein unterhalb des Hocksteins quert die Polenz die sogenannte Lausitzer Überschiebung, wo sich der Lausitzer Granit als tektonische Platte über die Sandsteinschichten des Elbsandsteingebirges, Sedimente eines einstigen küstennahen Meeresbodens, geschoben hat. An dieser Stelle wechselt die Form des Tales unvermittelt von der granittypischen V-Form zu einer canonartigen Form mit hohen, senkrechten Sandsteinwänden. Dieser Formenwechsel entsteht durch die unterschiedlichen Vorgänge bei der Verwitterung der beiden Gesteinstypen.

Oberhalb des Seitentales Schindergraben bei Hohnstein befindet sich als bekanntes Wanderziel die Gautschgrotte. Rechts der Polenz erstreckt sich das schütter bewaldete schmale Felsplateau Ziegenrücken, links folgen dann die Wandfluchten des Brands sowie der klammartig in den Sandstein eingeschnittene Tiefe Grund westlich von Waitzdorf. Oberhalb von Porschdorf, am Felsmassiv der Ochel zwischen derFrinztalmühle und der Felsformation Gluto, vereinigt sich die Polenz nach zirka 31,3 Kilometern mit der Sebnitz zum Lachsbach.

Auch das gehört zur Polenz.

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„Tal des Todes“ mit Gedenkanlagen © Mike aus dem Bayerwald

Im  Gluto wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges ein Außenlager des KZ Flossenbürg für 250 Häftlinge eingerichtet, die zu den Bauarbeiten für das in den Sandsteinfelsen bei Porschdorf begonnene unterirdische Verlagerungsobjekt Schwalbe III herangezogen wurden. Hier sollten Maschinen für die Hydrierwerke Brüx hergestellt werden. Mitte März 1945 wurde die Auffahrung nach Erdarbeiten und einigen Metern Stollenvortrieb wieder eingestellt und zwölf der vorwiegend italienischen Häftlinge in das Objekt Dachs VII bei Zatzschke verlegt. Nachdem am 20. März 1945 der Abtransport von 21 nicht arbeitsfähigen Häftlingen nach Leitmeritz erfolgt war, begann für die verbliebenen über 200 Menschen in den letzten Kriegstagen ein Todesmarsch, der in Oelsen endete und den etwa 80 Häftlinge überlebten.

Text © Wikipedia

Beitragsbild © andre123

 

 

Die Festung Königstein

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe imLandkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen).

Koenigstein

Blick von der Festung Königstein auf die Elbe                            © Reinhard Kraasch

Das 9,5 Hektar große Felsplateau, was nach Scherbenfunden schon in der Bronzezeit 1100 v. Chr. besiedelt war[1], erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeugt mit über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten vom militärischen und zivilen Leben auf der Festung. Der Wallgang der Festung ist 1800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Burgbrunnen Europas.

Die Festung war bis 1922 das bekannteste Staatsgefängnis Sachsens. Während des Deutsch-Französischen Krieges und der beiden Weltkriege wurde die Festung auch als Kriegsgefangenenlager genutzt. 1939 bis 1945 waren polnische, französische, britische, holländische und amerikanische Kriegsgefangene interniert. Am Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm Frankreich das Kommando über die Festung.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Rote Armee die Festung als Lazarett. Von 1949 bis 1955 wurde sie als so genannter Jugendwerkhof zur Umerziehungstraffälliger und nicht ins Bild der sozialistischen Gesellschaft passender Jugendlicher genutzt.

 

Text © Wikipedia

Titelbild © Friedhelm Dröge